Berliner Jazzclub a-trane feiert 20jähriges Jubiläum im September

Als der Jazzclub A-Trane im Herbst 1992 erstmals seine Pforten in der Bleibtreustrasse 1 in Berlin-Charlottenburg öffnete, hätte wohl niemand erwartet, dass er sich so flott zu einer Berliner Jazzinstitution entwickeln würde. Seit 1997 wird der Club, dessen Namenspatrone John Coltrane (Spitzname Trane) und Duke Ellington (“Take The A-Train”) sind, von dem ehmaligen Bundesliga-Basketballspieler Sedal Sardan geführt, der in der Szene schon davor als passionierter Jazzfan aufgefallen war. Jetzt feiert das A-Trane, das 2011 als Club des Jahres mit dem “Live Entertainment Award” ausgezeichnet wurde, seinen 20. Geburtstag. Und dies in angemessen großem Stil. Zum Auftakt der Feierlichkeiten wird am 11. September Till Brönner mit seiner Band bei freiem Eintritt ein Open-Air-Konzert vor dem Club geben. Am selben Tag eröffnet Sardan zudem das neue A-Trane Jazzcafé. Sehr hochkarätig und abwechslungsreich ist auch das restliche Programm im Jubiläumsmonat September: es reicht vom Wolfgang Haffner Trio (12.09.) und dem David Friedman & Peter Weniger Duo (13.09) über eine Jam-Session mit Nils Landgren, Magnus Lindgren, Sebastian Studnitzky und Paul Kleber (15.09.), Uschi Brüning und Ernst Ludwig Petrowsky (16.09.), Scott Hamilton und Reggie Moore (19.09), das Julia Hülsmann Trio (23.09.), das Gesangsquartett Mosaiq 4 Voices mit Céline Rudolph (24.09.) bis zu Alexander von Schlippenbach und Aki Takase (25.09.). Kurzum: Es ist für so ziemlich jeden Jazzgeschmack etwas dabei. Da der Club nur 100 Besuchern Platz bietet, sollte man sich für die Club-Konzerte früh genug um Reservierungen kümmern.
(Quelle: http://www.jazzecho.de)

Infos: http://www.a-trane.de/

26.08.2012

10. Frauenpolitischer Ratschlag 15.-16.09.2012 Stuttgart mit Song-Contest

Der 10. Frauenpolitische Ratschlag steht unter dem Motto „Weltfrauen verbinden – Visionen wagen“ und findet vom 15. bis 16. September 2012 in der Pädagogischen Hochschule in Ludwigsburg bei Stuttgart statt. Dieses Mal eröffnet eine internationale Weltfrauendemonstration den Ratschlag, beim anschließenden Frauenpower-Marathon können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Vertreterinnen der Frauenbewegung über eine große Bandbreite von Themen „Von Religion bis Revolution“ diskutieren. Für junge Frauen und Mädchen gibt es einen Song-Contest, um eine „Hymne für die Frauen und Mädchen der Welt“ zu finden; Mädchen und junge Frauen, aber auch gemischte Combos mit Frontfrauen zwischen 12 und 30 Jahren können mitmachen (Anmeldeschluss: 09.09.2012). Infos findet Ihr auf www.rebell.info; die ersten 20 Einsendungen sind auf jeden Fall dabei. Außerdem gibt es Workshops und eine Messe der Frauenbewegung, Samstagabend ein Open-Air-Konzert und am Sonntag ein Podium der Pionierinnen der Frauenbewegung. Den Abschluss bilden die Rechenschaftslegung und die Neuwahl des kämpferischen Frauenrats.

Der Frauenpolitische Ratschlag hat sich seit 1997 zum größten frauenpolitischen Ereignis in Deutschland entwickelt. Hier kommen alle zwei Jahre Frauen aus allen Gruppen der Bevölkerung und aus vielen Ländern der Welt zu einem gleichberechtigten Erfahrungs- und Meinungsaustausch auf der Grundlage weltanschaulicher Offenheit zusammen. Auch frauenpolitisch interessierte Männer sind herzlich willkommen. Alles wird selbstständig, eigenverantwortlich, gemeinschaftlich organisiert und finanziert. Und von hier ging die Initiative zur ersten Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen aus, die zum 100. Jahrestag des Internationalen Frauentags 2011 in Venezuela stattfand.

26.08.2012

Veranstaltungstipp: „Wie wird man(n) Feminist?“ 12.09.2012 Berlin

„Wie wird man(n) Feminist? – The Guy’s Guide to Feminism“ heißt ein Vortrag mit anschließender Talkrunde, den die Heinrich-Böll-Stiftung am Mittwoch, den 12. September 2012 von 20.30 – 22.30 Uhr in Berlin-Mitte veranstaltet. Auf die für manch eine/n provozierende Frage „Wie wird man(n) Feminist?“ versucht der bekannte US-Soziologe, Männerforscher, Autor und selbst erklärte Feminist Michael Kimmel zusammen mit Co-Autor Michael Kaufman Antworten zu geben. Augenzwinkernd und auf unterhaltsame Art geschrieben, veranschaulicht er in kurzen Geschichten und Anleitungen, garniert mit Witzen und mit Comics in seinem „Guy’s Guide to Feminism“, wieso der Feminismus nicht nur Frauen das Leben versüßt, sondern auch für Männer Gewinn bringend ist. Er räumt mit einer Vielzahl von Männermythen auf, z.B. dem der Männer hassenden Feministinnen oder dem der die Biologie als hauptsächliche Ursache für Differenzen und Ungleichheit zwischen Männern und Frauen sieht.

Der US-Soziologe Michael Kimmel ist Professor an der Stony Brook University in New York und Herausgeber des Journals International Encyclopedia of Men and Masculinities. Seit langem beschäftigt er sich in seiner Forschung mit Männern und Geschlechterverhältnissen. Er wird zunächst in einer Lecture in sein Buch einführen und dann
in der Talkrunde mit Gästen aus Berlin und dem Publikum seinen Ansatz diskutieren.

Mitwirkende: PHD Michael Kimmel, Stony Brook University New York, USA / Andreas Goosses, Forum Männer in Theorie und Praxis der Geschlechterverhältnisse, Berlin / Barbara Unmüßig, Vorstand Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin
Ort: Heinrich-Böll-Stiftung, Schumannstr. 8, Berlin-Mitte
Sprache: Englisch/Deutsch mit Simultanübersetzung

Infos & Kontakt: Henning von Bargen, Leitung Gunda-Werner-Institut, ed.ll1737764672eob@n1737764672egrab1737764672nov1737764672, Tel.: 030/28534-180, http://www.gwi-boell.de/calendar/VA-viewevt.aspx?evtid=11649

26.08.2012

Flashmob Free Pussy Riot 28.08.2012 in Frankfurt

Ein Moskauer Gericht hat die drei Sängerinnen der Punkband Pussy Riot wegen eines dreiminütigen „Protestgebets“ gegen Präsident Putin in der Moskauer Christ-Erlöser-Kathedrale zu zwei Jahren Haft in einer Strafkolonie verurteilt; nach zwei weiteren Bandmitgliedern wird gesucht, sie sollen jedoch schon außer Landes geflohen sein. Gemeinsam mit den Jusos Frankfurt und den Jusos Hessen-Süd rufen die Frankfurter SPD Frauen jetzt zum Protest gegen das russische Unrechtsurteil und die Verfolgung von Oppositionellen in Russland auf, nämlich zur Teilnahme an dem Flashmob Free Pussy Riot am 28.8.2012 um 10 Uhr. Ulli Nissen, die Vorsitzende der Frankfurter SPD Frauen: „Sie sind gewaltlose politische Gefangene, die verurteilt wurden, weil sie ihr Recht auf freie Meinungsäußerung wahrnahmen. Das politisch motivierte Urteil ist auch als Warnung der russischen Regierung an Regimekritiker zu verstehen und zeigt, dass die Behörden bereit sind, hart gegen Aktivistinnen und Aktivisten und Menschenrechtler durchzugreifen. Unsere Forderung ist die sofortige und bedingungslose Freilassung der drei zum Straflager Verurteilten sowie das Fallenlassen des Haftbefehls gegen die übrigen Bandmitglieder.“ Treffpunkt ist vor dem Eingang des russischen Generalkonsulates im Oederweg 16-18, 60318 Frankfurt am Main.

26.08.2012

Festivals im September 2012

BERLIN MUSIC WEEK 05. – 09.09. Berlin
Die Berlin Music Week zieht in diesem Jahr in einen Kiez, der gerade in aller Munde ist: Friedrichshain-Kreuzberg. Der heißeste, angesagteste und aufregendste Teil Berlins. Die zentrale Lage rund um den Osthafen an der Spree ist nicht nur atemberaubend, sondern auch der Hotspot für aktuelle Berliner Musikproduktionen, Start Ups, IT- und Technologiefirmen, die sich mit dem Thema Musik beschäftigen. In die besten Clubs, Bars und Kneipen der Stadt ist es nur ein Katzensprung. Zu echten Berliner Preisen können Musikfans beim neuen Clubfestival der Berlin Music Week die Acts der Stunde und die angesagtesten Newcomer weltweit feiern: 1 Kiez, 3 Tage, 15 Locations, Konzerte mit 48 Stunden, Berry, Boho Dancer, Brigitte, Christine And The Queens, Darkness Falls, Daughter, Evening Hymns, Fenster, First Aid Kid, Goldbird, Grimes, Gudrun Gut, Hannah Cohen, Imany, Kate Nash, La Grande Sophie, LCMDF, Masha Qrella, Miss Kenichi, Neve Naive, New Found Land, Nina Hynes, Phia, San Ima, Sandra Kolstad, Sansa, Sharron Levy, We Have Band, Wasp Summer, u.v.a. Parallel feiert radioeins mit einem exklusiven Galakonzert seinen 15. Geburtstag mit dem Babelsberger Filmorchester, u.a. mit Gemma Ray. Das „Auf Den Dächern Festival“ von tape.tv und Spiegel Online sollte frau auch nicht verpassen: 9 KünstlerInnen zeigen auf 3 Dächern im Osthafen Berlins ihre Musik. Als krönenden Abschluss wird am 09.09. der mit 10.000.- Euro dotierte New Music Award verliehen, eine Jury entscheidet zwischen neun FinalistInnen, u.a. Anne Haight und Tonbandgerät (s. https://www.melodiva.de/news/die-finalisten-des-new-music-award-2012/). Workshops, Diskussionen und vieles mehr runden das Ganze ab. www.berlin-music-week.de

ITALIANA 2012 Kulturbrücke am Rhein 14.09. – 15.10. Köln
Eine neue bunte Veranstaltungsreihe, die kulturelle Brücken schafft zwischen den Welten der Literatur, der Musik, des Films, der Fotografie und der Diskussion, um ein anderes Italien zu präsentieren. Es will aber auch beide Seiten des Rheins einander näher bringen, die beiden Stadtviertel Lindenthal und Kalk, deren kulturelle und soziale Realitäten sehr unterschiedlich sind. Mit dabei: Annette Maye mit ihrem ensemble FisFüz + Gianluigi Trovesi, die ihre gemeinsam neue CD „Papillons“ präsentieren.
www.festival-all-italiana.de

4. Südhessische Trommelfest 15. – 16.09. Stockstadt am Rhein
Seit 2009 bietet das Südhessische Trommelfest jedes Jahr erstklassige Auftritte zahlreicher Musiker und Gruppen – mitreißende Rhythmen und tolle Shows bei freiem Eintritt. Und nicht zuletzt: eine ansteckende Begeisterung auf der Bühne und im Publikum! Außerdem gibt es viele Workshops und kostenlose Schnupperkurse für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Zur Auftaktveranstaltung am 15.9. werden die Truden von TRUDE träumt von AFRIKA auftreten!
www.trommelfest.info

REEPERBAHN FESTIVAL 20. – 22.09. Hamburg
In über 50 Spielstätten rund um die berühmte Hamburger Meile präsentiert das Festival ein ausgetüfteltes Musikprogramm und Kunst auf dem Kiez mit einer Plattform für Musik-Professionals.
Olivia Pedroli, Rozi Plain, Stereo Total, 2:54, Lights, Brigitte, Speech Debelle, Cold Specks, Karin Park, Nadéah, Velvet Two Stripes, Rykka, Rae Morris, u.v.a. sind unter den 200 angekündigten internationalen Newcomern.
www.reeperbahnfestival.com

23.08.2012

YOU FM sucht Hessens beste Schulband

Ab sofort können sich alle hessischen Schulbands für den YOU FM Band Battle anmelden. Dem Sieger winkt ein außergewöhnlicher Preis: Die Punkrock-Band „Donots“ verbringt einen Tag an der Schule, die den Band Battle für sich entscheidet.

Die Anmeldung ist ganz einfach: Auf www.YOU-FM.de können sich interessierte Schulbands bis zum 21. September das Bewerbungsformular herunterladen. Unter allen eingegangenen Bewerbungen werden von der YOU FM-Redaktion 25 Bands ausgewählt. Während der Tourphase vom 29. Oktober bis zum 30. November besucht YOU FM dann täglich eine Schule. Immer mit dabei ist die mobile Aktions-Bühne, der YOU FM Truck, auf der die Schulband in der Pause ihren großen Auftritt hat. Jeder Auftritt wird gefilmt und auf www.YOU-FM.de online gestellt. Anschließend können die Schülerinnen und Schüler ihren Favoriten wählen. Die Schulband mit den meisten Stimmen gewinnt für ihre Schule einen Tag mit der Band „Donots“.
(Quelle: Hessischer Rundfunk)

22.08.2012

Streit um neue GEMA-Tarife: FR-Interview mit dem Deut. Patent- und Markenamt

Musikveranstalter und die Musikverwertungsgesellschaft Gema liegen im Clinch, seit die Gema im April plötzlich eine Tarifreform ankündigte, wonach sich die Abgaben für Clubs, Diskotheken und Musikkneipen um 400 bis 500 Prozent erhöhen, in Einzelfällen bis 1500 Prozent. Ein Clubsterben sowie explodierende Eintritts- und Getränkepreise werden prophezeit. Landesregierungen protestieren, 270.000 Menschen unterschreiben eine Petition. Die Frankfurter Rundschau hat jetzt ein Interview mit der für die GEMA zuständigen Aufsichtsbehörde, dem Deutschen Patent- und Markenamt geführt, das hier online veröffentlicht wurde: http://www.fr-online.de/kultur/gema-streit–wir-haben-keine-beanstandungen-,1472786,16925240.html.

20.08.2012

Assistent/in Marketing Oper gesucht

Die Hamburgische Staatsoper GmbH sucht ab sofort, spätestens zum 01.12.2012, eine/n Assistent/in Marketing Oper. Bewerbungsschluss: 31. August 2012.

19.08.2012

Jugendwettbewerb „Mach Dein Ding gegen Rechts!“

An alle kreativen Köpfe aus Kunst und Kultur bis zum Alter von 26 Jahren wendet sich ein Contest der besonderen Art: „Mach Dein Ding gegen Rechts!“ Ob Gedichte, Songs, Performance oder Video-Clip – es ist egal, was zur Aufführung gebracht wird. Nur kreativ sollte es sein, gegen Hass und Ausländerfeindlichkeit und für Toleranz und Vielfalt plädieren! Bewerben können sich Bands, Schulklassen, Vereine oder EinzelkünstlerInnen bis zum 15. November 2012. Die besten Acht treten dann beim großen Finale am 13. Dezember auf. Die besten drei gewinnen tolle Preise. Ein Sieger darf außerdem beim Welcome To Europe–Festival“ im Europa-Park mitwirken.

19.08.2012

Tagung „Kreative Schulen – Gelingensfaktoren für Kulturelle Bildung an Schulen“ 25.09.2012

Die am 25. September in Koblenz vom Kulturbüro Rheinland-Pfalz veranstaltete Tagung „Kreative Schulen – Gelingensfaktoren für Kulturelle Bildung an Schulen“ findet in Kooperation mit der Mixed-Up-Akademie der BKJ statt. Während Prof. Dr. Daniela Braun in ihrem Vortrag »Die Bedeutung der Kreativität für Bildung und Lernen« ihren Schwerpunkt auf die Kreativität in der Kulturellen Bildung setzt, wird Tom Braun, Referent der BKJ, in seinem Vortrag »Auf dem Weg zu einer neuen Lernkultur – Mehr Chancen durch Kulturelle Schulentwicklung« weitere Potenziale kultureller Bildung aufzeigen. Nachmittags werden in Arbeitsgruppen fünf Best-Practice-Beispiele gelungener kultureller Bildung in Schule mit außerschulischen Partnern vorgestellt: von gelungenen Projekten über die Umstellung des Ganztagsschulbetriebs auf kulturelle Bildung bis hin zur Vorstellung von Schulen mit einem kulturellen Schwerpunkt. Die Tagung richtet sich sowohl an LehrerInnen wie an Kulturschaffende.
Zeit: 10-16:30 Uhr
Ort: Koblenz, Jugendkunstwerkstatt

19.08.2012

Pussy Riot Russland wegen Antiputin-„Punkgebet“ zu zwei Jahren Lagerhaft verurteilt

Das Ende eines Schauprozesses: Das Moskauer Gericht verurteilt a 17.08.2012 die drei Musikerinnen der Band Pussy Riot Marija Alechina, Nadezhda Tolokonnikova und Ekaterina Samutsecitch zu zwei Jahren Lagerhaft. Richterin Marina Syrowa befindet in ihrem Urteil, sie hätten religiösen Hass gesät, indem sie in der Christus-Erlöser-Kathedrale im Februar ein sogenanntes Punkgebet gegen Wladimir Putin aufgeführt hätten. Damals waren sie zu fünft. Bis heute ist unklar, warum das Gericht ausgerechnet diese drei Frauen belangt, die beiden anderen Musikerinnen befinden sich in Freiheit. Für Alechina und Tolokonnikova könnte es außerdem weitreichende Folgen haben: ihre kleinen Kinder werden ihnen bzw. den Vätern möglicherweise weggenommen (Tolokonnikova’s Ehemann ist selbst radikaler Aktivist) und in staatliche Obhut gegeben.
„Das heutige Urteil gegen drei Mitglieder der Punk-Band Pussy Riot ist ein harter Schlag gegen die Meinungsfreiheit in Russland“, sagt die Russlandexpertin von Amnesty International, Friederike Behr. „Zwei Jahre Straflager für eine vielleicht provokante, aber friedliche Protestaktion: Das ist erschütterndes, politisch motiviertes Unrecht. Das Urteil ist nicht nur der Versuch, die drei jungen Frauen zum Schweigen zu bringen. Es soll auch eine Warnung an alle anderen sein, die es wagen, Präsident Putin und seine Regierung zu kritisieren. Auch die Festnahmen am Rande der Urteilsverkündung zeigen, dass Behörden weiterhin hart gegen Regimekritiker vorgehen wollen.“ Bereits mit der jüngsten Verschärfung des Demonstrationsrechts und dem sogenannten NGO-Gesetz hatte Russland die Meinungsfreiheit eingeschränkt. Amnesty International geht davon aus, dass Nadezhda Tolokonnikova, Maria Alekhina und Ekaterina Samutsevich nur aufgrund ihrer legitimen Meinungsäußerung verurteilt wurden und stuft sie deshalb als gewaltlose politische Gefangene ein.
Weltweit haben Tausende Menschen gegen die Verurteilung der russischen Punkband Pussy Riot protestiert. Deutsche Politiker machen Russlands Präsidenten Vorwürfe. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel ließ eine kritische Stellungnahme veröffentlichen.

Das feministische Kunstkollektiv Pussy Riot gründete sich im Herbst 2011 nach der Ankündigung von Wladimir Putin, erneut als Präsident zu kandidieren. Bekannt wurde die Punkband mit einem illegalen Auftritt auf dem berühmten Roten Platz. Einige der etwa 20 Mitglieder leben seit der Festnahme ihrer Mitstreiterinnen im Exil oder im Untergrund.

Wer den drei Frauen helfen will, kann sich hier informieren, wie: http://freepussyriot.org/de/content/hilfe-bei-finanzierung-und-organisation

(Quellen: http://www.zeit.de, http://www.freepussyriot.org, http://www.fr-online.de)

19.08.2012

25 Jahre Frauenmusikzentrum Hamburg: Jubiläumsparty 07.09.2012

Das Frauenmusikzentrum Hamburg (fmz) lässt sich die Stimmung nicht vermiesen und feiert trotz angespannter Lage (wir berichteten: https://www.melodiva.de/news/frauenmusikzentrum-braucht-dringend-unterstutzung-jetzt-helfen/) eine Jubiläumsparty mit Bands und DJ’s anlässlich ihres 25jährigen Jubiläums. Am Freitag, 07.09. steigt die Party mit Damn’it Janet und Half Girl, an den Plattentellern machen DJ Julie Wood, DJ Bosie M. und DJ Merve Japes müde Beine munter. Einlass: 21 Uhr, Beginn: 22 Uhr, Eintritt: 8.-/6.-€.
Veranstaltungsort: Hafenklang, Goldener Salon, Große Elbstraße 84, 22767 Hamburg

16.08.2012