Online-Voting: Bettina Henrich bei „Die Besten im Westen“

Regelmäßig stellt WDR 2 POP! drei Bands aus Nordrhein-Westfalen vor und stellt sie zur Abstimmung „Die Besten im Westen“. Mit dabei ist in dieser Woche die Düsseldorfer Sängerin, Drummerin und Komponistin Bettina Henrich, die am 16. April ihre neue Single „No More Grey“ veröffentlicht hat – als Statement gegen Alltagsroutine und für mehr Mut zum Neubeginn. Noch bis Sonntagabend könnt ihr hier für sie abstimmen.

12.05.2021

Bundestag erkennt Clubs als Kulturstätten an

Am 7. Mai hat der Bundestag beschlossen, dass Musikclubs in der Baunutzungsverordnung als „Anlagen kultureller Zwecke“ anerkannt werden und damit nicht länger auf einer Stufe mit „Vergnügungsorten“ wie Bordellen und Kasinos stehen. Laut der Beschlussfassung des Bundestages werden solche Clubs als schützenswert für die Kulturlandschaft angesehen, die kulturelle und künstlerische Zwecke verfolgen, bei denen also „die Kunst bzw. die Künstlerinnen und Künstler im Fokus eines wechselnden kuratierten Programms mit überwiegend künstlerischen DJs sowie Musikerinnen und Musiker stehen.“ Dabei kommt es bei der Definition eines Clubs als Kulturort nicht auf die Art der vorgetragenen Musik an, sondern darauf, dass die Musik im Zentrum der Veranstaltung steht. Die LiveKomm, die sich jahrelang für diese Neuregelung eingesetzt hat, begrüßt den Beschluss: Die beschlossene Anpassung der Baunutzungsverordnung bedeute, dass Clubs und Livespielstätten mit einem nachweisbaren kulturellen Bezug nun mit Theatern, Opern, Museen und Konzerthäusern als Anlagen kultureller Zwecke gleichgestellt werden. Daraus ergäben sich Konsequenzen, die dem Clubsterben und der Verdrängung von Clubkultur aus den Innenstädten in Zukunft Einhalt gebieten könnten.

12.05.2021

CDU/CSU & SPD verhindern bessere Hilfen für Kreative im Kulturausschuss

Anlässlich der heutigen Abstimmung zum grünen Antrag zur Verbesserung der Situation vieler Kreative im Kulturausschuss des Deutschen Bundestag, erklärt Erhard Grundl MdB, Sprecher für Kulturpolitik der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen in einer Pressemitteilung: „Die Fraktionen von CDU/CSU und SPD haben heute im Kulturausschuss mit ihrer Mehrheit die dringend notwendige Umsetzung von Maßnahmen zur Verbesserung der sozialen und wirtschaftlichen Lage von tausenden Künstler*innen, Kreativen und Kulturschaffenden verhindert. Das ist insbesondere in der Corona-Krise momentan ein Schlag ins Gesicht vieler Soloselbständiger in der Kunst- und Kulturszene.

Das von uns vorgeschlagene Existenzgeld für Soloselbständige in der Pandemie, um Betroffene endlich wirklich abzusichern, wurde abgelehnt. Abgelehnt wurde außerdem unser Vorschlag, dass niemand während der Corona-Pandemie aus der Künstlersozialkasse (KSK) fliegen darf. Das ist verwunderlich, denn während Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) Verbesserungen bezüglich der KSK-Zugehörigkeit ankündigt, lehnt die SPD unseren Vorschlag dazu im Ausschuss ab. Im Sinne der Betroffenen bleibt zu hoffen, dass es nicht wieder nur bei Ankündigungen der Regierung bleibt, denen kein Handeln folgt. Wir wollten mit unserem Antrag den rechtlichen Rahmen für Versicherte der KSK so verändern, dass sie in der Pandemie auch nicht-künstlerische Tätigkeiten ausüben können, ohne den Versicherungsschutz zu verlieren. Weitere Vorschläge, die Künstler*innen nach der Pandemie besser absichern, wurden ebenfalls abgelehnt. Dazu zählen Mindesthonorare für Freischaffende, sowie ein leichterer Zugang zu den sozialen Sicherungssystemen, insbesondere zur Arbeitslosenversicherung.

Eine einzige Hoffnung bleibt für den Rest der Wahlperiode bis September: Vielleicht findet die Koalition aus CDU/CSU und SPD doch noch die Kraft sich unsere Vorschläge zur besseren Absicherung der Menschen in der Kreativbranche zu eigen zu machen. Denn die Corona-Krise zeigt überdeutlich, unter welchen prekären Bedingungen viele Kultur- und Medienschaffende seit vielen Jahren arbeiten. Eine Lehre aus der Pandemie muss deshalb sein, dass die Kultur- und Medienbranche auf eine krisenfestere Grundlage gestellt wird. In unserem Antrag  „Die Kultur- und Medienbranche krisenfest machen: Soloselbständige besser sozial absichern und vergüten“ (Drucksache 19/27881) liefern wir dazu einen konkrete Plan“.

12.05.2021

Bundesförderprogramm „Kulturelle Vermittlung“ wird fortgesetzt

Kulturstaatsministerin Monika Grütters setzt das Förderprogramm „Kulturelle Vermittlung“ auch im kommenden Jahr fort. Gefördert werden strukturbildende, in die Fläche übertragbare Modellprojekte, mit denen Kultureinrichtungen die Teilhabe und Vermittlung ihres Angebots durch mehr Vielfalt im Personal, Programm, Publikum und bei Partnern weiter stärken. Ziel ist es vor allem, Menschen zu erreichen, die bislang nicht zum traditionellen Publikum der Kultureinrichtungen gehören. Die geförderten Projekte werden ab 2022 bis zu vier Jahre jeweils mit insgesamt bis zu 300.000 Euro unterstützt.

Förderanträge können ab sofort bis zum 31. August 2021 bei der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien eingereicht werden.

12.05.2021

#artistathome: Ronja Maltzahn mit „April Waltz“ unterm Kirschbaum

„Ist die Kirschblütenzeit nicht absolut zauberhaft? Die Natur atmet auf in frischem Blütenzauber, erwacht aus dem Winterschlaf… Das mussten wir versuchen, festzuhalten“, schreibt die Musikerin Ronja Maltzahn und lädt uns ein, ihren neuen Song „April Waltz“ inklusive aufwendigem Video anzuschauen. Um ihre ganze Band, das BlueBird Orchestra, zu vereinen, hat sie covid-gerecht mit jedem Musiker und dem weißen Klavier einen anderen Kirschblüten-Standort aufgesucht: Die Schulstraße, den Sentmaringer Park, den Wienburgpark und den Schlosspark in Münster, den Kurpark in Bad Pyrmont und den Hiroshima Hain in Hannover.

12.05.2021

Stellenanzeige: Professur in Würzburg

An der Hochschule für Musik Würzburg sind zum Wintersemester 2021/2022 zwei Professuren (m/w/d) für Instrumental- und Vokalpädagogik zu besetzen. Details sind hier und hier zu finden.

Professur (m/w/d) für Musikpädagogik / Musikdidaktik (W3)
Das Aufgabenfeld umfasst vor allem Lehrveranstaltungen für alle Lehramtsstudiengänge (Grund-, Mittel-, Realschule, Gymnasium) einschließlich der Betreuung von Schulpraktika, Projekten, wissenschaftlichen Arbeiten und Promotionen. Die teamorientierte Zusammenarbeit in Hochschulgremien und Arbeitsgruppen sowie die Bereitschaft zur Vernetzung inner- und außerhalb der Hochschule sind essentiell.

Professur (m/w/d) für Instrumental- und Vokalpädagogik (W2)
Gesucht wird eine künstlerisch-pädagogisch profilierte Persönlichkeit mit wissenschaftlicher Expertise, die den Bereich der Instrumental- und Vokalpädagogik leitet und weiterentwickelt. Dies beinhaltet neben der Lehr-, Betreuungs-, Prüfungs- und Forschungstätigkeit die Koordination der fachdidaktischen Lehrangebote und die Weiterführung und Intensivierung der Zusammenarbeit mit anderen Studiengängen und externen Institutionen. Dazu gehört u.a. die Kooperation mit der regionalen Musikschullandschaft und das Engagement in Berufsorganisationen. Die Mitentwicklung weiterführender Studienangebote (Masterstudiengang) im Bereich der „Inklusiven Musikpädagogik“ und/oder „Community Music“ wird ausdrücklich begrüßt.

12.05.2021

Podcast-Tipp: Nachtclub ÜberPop: Gendergerechtigkeit im Pop

Wie weit wir in der Popmusik von einer echten Geschlechtergleichstellung entfernt sind, bespricht Moderatorin Siri Keil mit Jovanka von Wilsdorf von Music Women Germany und Keychange-Projektleiterin Merle Bremer im Talk „Nachtclub ÜberPop: Gendergerechtigkeit im Pop“ des NDR. Jeden Sonntag greift Nachtclub ÜberPop aktuelle Themen aus Musik, Politik und Gesellschaft auf und diskutiert sie mit interessanten Köpfen aus dem Kulturbetrieb. Zur Sendung geht es hier.
12.05.2021

Jazz Journalists Association gibt Gewinner*innen bekannt

Die amerikanische Jazz Journalists Association (JJA) hat die Gewinner*innen des Jazz Awards 2021 bekannt gegeben. Maria Schneider und Terri Lyne Carrington haben Preise in mehreren Kategorien gewonnen. Für „Data Lords“ bekam Schneider den Preis des Albums des Jahres, sie wurde außerdem als Komponistin und Arrangeurin und ihr Orchester als bestes großes Ensemble ausgezeichnet. Carrington wurde unter anderem zur Musikerin und zur Schlagzeugerin des Jahres gewählt. Bei vielen Preiskategorien gab es keine Überraschungen: Cécile McLorin Salvant wurde wie im letzten Jahr als beste „Female Vocalist“ gekürt und Nicole Mitchell (Flöte), Anat Cohen (Klarinette), Linda May Han Oh (Kontrabass), Kris Davis (Piano) und Brandee Younger (Harfe) (Foto: Melanie Nanez) überzeugten nicht zum ersten Mal an ihren Instrumenten. Neu dabei ist die Pedal Steel-Gitarristin Susan Alcorn, die bei den „Instruments Rare in Jazz“ punkten konnte. Auch weibliche Ensembles wie Duchess und Artemis bekamen eine Auszeichnung. Neben Musiker*innen und ihren Produktionen wurden auch Journalist*innen, Bücher und Dokumentationen ausgezeichnet.

11.05.2021

#hierspieltdiemusik unterstützt Berliner Musiker*innen

Der Verein Berliner Kaufleute und Industrieller (VBKI) und verschiedene Unternehmen der Berliner Immobilienwirtschaft haben auf Initiative von GESOBAU und Engel & Völkers das Projekt das Projekt #hierspieltdiemusik ins Leben gerufen, um professionelle Berliner Musiker*innen aller Sparten, die durch die Corona-Pandemie unter existentiellen Druck geraten sind, zu unterstützen und damit die kreative Vielfalt Berlins zu erhalten. Mehr als 400.000 Euro wollen die Initiatoren für Berliner Musikschaffende zur Verfügung stellen.

Ein prominentes Vergabe-Gremium mit Pat Appleton von De-Phazz u.a. wird gemeinsam mit den Initiatoren die geförderten Musiker*innen auswählen und je nach Bedürftigkeit mit 1.000 bis maximal 2.000 Euro unterstützen. Förderanträge können ab sofort bis zum 13. Juni auf der Webseite gestellt werden. (Quelle)

11.05.2021

#artistathome: Fuchstone Orchestra mit Best Of des Jahres 2020

Welch ein Jahr 2020 – trotz erschwerter Bedingungen durch die Corona-Pandemie realisierte das 22köpfige Fuchstone Orchestra im September 2020 sowohl den Start seiner regelmäßigen Konzertreihe im Kölner Stadtgarten unter dem Titel „FUCHSTHONE RELOADED#1“ und weiterer Konzerte als auch die Bearbeitung mehrerer Beethoven-Werke als Auftragskomposition des BEETHOVEN FESTS 2020. Im Rahmen des Festivals „RE:IMMORTAL BELOVED“ (unter der Leitung von Ulla Oster) wurde diese Musik im Dezember uraufgeführt und vom WDR gesendet. Ein Best of der Auftritte könnt ihr euch hier anschauen.

 

10.05.2021

1. Deutscher Jazzpreis: die Nominierten stehen fest

Der Deutsche Jazzpreis wird als neuer internationaler Musikpreis erstmals am 3. Juni von der Kulturstaatsministerin Grütters vergeben und zeichnet in 31 Kategorien künstlerische Leistungen im Jazz und der improvisierten Musik aus. Im Vokalbereich stehen drei großartige Sängerinnen zur Auswahl: Lucia Cadotsch, Almut Kühne und Rebekka Salomea. Bei den Holzblasinstrumenten wurde u.a. Angelika Niescier nominiert, in der Blechblasabteilung Shannon Barnett. Johanna Summer und Aki Takase haben Chancen, den Piano-Preis zu bekommen. Eva Kruse wurde für Bass, Eva Klesse im Bereich Schlagzeug ausgewählt. Das Fuchstone Orchestra unter der Leitung von Christina Fuchs und Caroline Thon sowie Hendrika Entzian+ freuen sich über die Nominierung in der Kategorie „Großes Ensemble des Jahres“. Das Julia Hülsmann Quartet könnte für „Not Far From Here“ einen Preis als Album des Jahres bekommen. Zwei Mitglieder des A Cappella Ensembles Of Cabbages And Kings sind mit ihren Bandprojekten für das Vokalalbum des Jahres nominiert: Salomea mit „Bathing in Flowers“ und Zola Mennenöhs „Longing for Belonging“ (Foto: Hipermania). Weitere Nominierungen in den internationalen Kategorien listen die Cellistin Elisabeth Coudoux und die Harfinistin Kathrin Pechlof (Besondere Instrumente), Jaimie Branch, Tania Giannouli, Kinga Głyk, u.v.m. auf. Luise Volkmann konnte als Komponistin überzeugen, als Arrangeurinnen Claudia Döffinger und Fabia Mantwill. Die Preisverleihung findet am 3. Juni 2021 im Vorfeld des in diesem Jahr ebenfalls digital umgesetzten Hamburger Festivals ELBJAZZ statt und wird via Livestream übertragen.

10.05.2021

Zwei Erfolge für Nadine Deventers „Jazzfest Berlin“

Das Jazzfest Berlin, das seit 2018 von Nadine Deventer (Foto: Roland Owsnitzki) kuratiert wird, ist in der Kategorie „Festival des Jahres“ für den Deutschen Jazzpreis nominiert worden. Die digitale Preisverleihung findet am 3. Juni 2021 im Vorfeld des in diesem Jahr ebenfalls digital umgesetzten Hamburger Festivals ELBJAZZ statt und wird via Livestream übertragen.

Einen Preis hat das Festival bereits in der Tasche: den diesjährigen EJN-Award für Adventurous Programming für das Festivalprogramm 2020. Der Preis wurde bereits am 14.04. vom Europe Jazz Network online verliehen und so begründet: “Jazzfest Berlin is the perfect choice for the 10th EJN Award for Adventurous Programming. It is one of the oldest jazz festivals in Europe and yet it has been able to innovate itself, striving to break musical and cultural boundaries. This included engaging with a younger generation of organisers and artists, experimenting with new fruition spaces and commissioning innovative musical projects. Three years ago it appointed a young woman as artistic director – the first in its history – and in the year of the pandemic it created a fantastic programme in several locations including a live “musical bridge” between Berlin and New York, reminding us about the importance of collaboration and exchanges at a time of acute isolation. These are the traits of a festival that is not afraid to take risks and push its limits- just as jazz and creative music should do!“

10.05.2021