Schleswig-Holstein startet Online-Befragung zur Erfassung der Kulturlandschaft

Eine möglichst detailgenaue Karte der schleswig-holsteinischen Kulturlandschaft zeichnen –  das ist das erklärte Ziel der Online-Befragung, zu der das Kulturministerium Schleswig-Holstein Kultureinrichtungen, Künstler*innen, Kulturinitiativen, kulturelle Interessenvertretungen und Träger*innen der kulturellen Infrastruktur und angrenzender Bereiche aufruft. Auch Unternehmen der Kreativwirtschaft, regionale Netzwerke und Bildungseinrichtungen sind gebeten sich zu beteiligen. Noch bis zum Freitag, 7. Mai 2021, ist der Fragebogen freigeschaltet. Die Befragung ist Teil des aktuellen Kulturdialogs zwischen dem Land und den Kommunen. Das Land will damit eine solide Datengrundlage schaffen, um gemeinsam mit den Kommunen die kulturelle Infrastruktur zu sichern, zu stärken und weiterzuentwickeln. Erstmals seit Beginn der Pandemie werde damit eine umfangreiche Bestandsaufnahme der Kulturlandschaft eines Bundeslandes ermöglicht. Erste Resultate der Erhebung sollen im Rahmen der Abschlussveranstaltung des aktuellen Kulturdialogs am 8. Juni 2021 präsentiert werden.

27.04.2021

Rock´n´popmuseum Gronau eröffnet Sonderausstellung „Ludwig lebt! Beethoven im Pop“

Die bisher größte und aufwendigste Sonderausstellung des rock´n´popmuseums – „Ludwig lebt! Beethoven im Pop“ bietet auf 600 Quadratmetern Einblick in die bunte und kuriose Welt des Komponisten Ludwig van Beethoven. Neben dem Live-Erlebnis in Gronau bietet das Team aufgrund der aktuellen Corona-Situation auch ein vielfältiges Digital-Programm als Alternative an. Bereits seit März haben Fans der Pop- und Rockmusik die Möglichkeit, die Dauerausstellung in einer digitalen Führung via Zoom kennenzulernen. Das geschulte Museums-Personal führt dann live durch die Ausstellung, erklärt spannende Hintergrundgeschichten und zeigt eindrucksvolle Exponate. Dieses Format wird es ab Mai auch für die Beethoven-Sonderausstellung geben. Gruppen von bis zu 30 Personen haben dann die Möglichkeit, sich bequem von zuhause durch die neue Sonderausstellung führen zu lassen.

27.04.2021

Brandenburg kofinanziert Corona-Bundesmittel für die Kultur 

Brandenburgs Kulturministeriumstellt das Land 6 Millionen Euro zur Kofinanzierung von Bundeskulturhilfen zur Verfügung. Kreative und Kultureinrichtungen können diese Mittel ab sofort schnell und unbürokratisch ergänzend zu den Sofortprogrammen des Bundes beantragen. Mit den jetzt bereit gestellten Landesgeldern können – bei erfolgreicher Einwerbung von Bundesmitteln – in der Summe Projekte in Höhe von bis zu 60 Millionen Euro ermöglicht werden. Das Land will alle Anträge aus Brandenburg kofinanzieren, die über das Bundes-Programm ‘Neustart Kultur‘ bewilligt werden. Kultureinrichtungen sowie selbstständige Künstler*innen, denen eine Corona-Förderung vom Bund bewilligt worden ist, können beim Kulturministerium des Landes die fehlende Kofinanzierung beantragen, die in der Regel zehn Prozent beträgt. 

Das im Mai 2020 gestartete Mikrostipendien-Programm wird überdies auch in diesem Jahr fortgesetzt: Hauptberufliche und freischaffende Künstler*innen der Sparten Bildende Kunst, Darstellende Kunst, Literatur und Musik können sich bis zum 31. Mai 2021 mit einer kurzen Projektskizze bewerben. Voraussetzungen sind der Nachweis des Erstwohnsitzes im Land Brandenburg, ein künstlerischer Lebenslauf, die Skizze des künstlerischen Projekts und der Nachweis der professionellen Künstlerschaft. Wichtig: Die Unterlagen müssen vollständig sein. Auch wer bereits Mikrostipendien im letzten Jahr erhalten hat, kann sich mit einem neuen Projekt erneut bewerben. Die Bewerbungen müssen in Papierform per Post an das Kulturministerium geschickt werden. 

27.04.2021

Förderprogramm „Kultur macht stark“ wird fortgesetzt

Das Förderprogramm „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ wird verlängert und ab 2023 in einer dritten Förderphase fortgeführt. Außerdem wird das Bildungsangebot in der Corona-Pandemie verstärkt: Kurzfristig sollen bundesweit noch mehr Ferienprojekte für Kinder und Jugendliche auf die Beine gestellt werden, die sonst wenig Zugang zu Angeboten der kulturellen Bildung haben. Antragstellungen sind ab sofort möglich. Eine dritte Förderphase von 2023 bis 2027 ist bereits in Planung. In der Pandemie sind soziales Miteinander und Persönlichkeitsentwicklung bei vielen Kindern und Jugendlichen zu kurz gekommen. Daher sollen die Angebote von ‚Kultur macht stark‘ in den Sommer- und Herbstmonaten verstärkt werden. Wenn voraussichtlich wieder mehr Präsenzangebote möglich sein werden, sollen noch mehr Kinder und Jugendliche erreicht werden.

27.04.2021

Landesmusikakademie NRW veranstaltet Infotag zum Musikstudium

Orientierung über die Musik-Studiengänge in Nordrhein-Westfalen bietet der Infotag Musikstudium, den die Landesmusikakademie NRW am 8. Mai von 10-15h in Zusammenarbeit mit den Musikhochschulen und Universitäten in NRW durchführt. Junge Interessent*innen können sich in der Online-Veranstaltung über die möglichen Ausbildungen und Studiengänge im Bereich Musik informieren. Zwölf Hochschulen und Ausbildungsstätten stellen sich vor, zudem sind die Studienberatungen von vier Hochschulen dabei. Lehramt Musik, Instrumental- und Vokalpädagogik, Elementare Musikpädagogik, Musikwissenschaft, Musik und soziale Arbeit, Musik und Medien, Gesang, Orchesterfach, Jazz … die Auswahl ist groß, der Infotag Musikstudium vermittelt einen Überblick. Im Rahmen der Vorstellungen der Studiengänge können direkt Fragen gestellt werden, man kann sich aber auch im Anschluss in einem weiteren Online-Konferenzraum mit den Lehrenden der Hochschulen über spezifische Fragen persönlich austauschen. Für Studienaspirant*innen ist der Infotag eine kostenlose Möglichkeit, einen Überblick über die Musikstudiengänge an Musikhochschulen und Universitäten in NRW zu erhalten. Der Infotag findet hauptsächlich über die Plattform Zoom statt. Eine Anmeldung ist nicht nötig. Ein Ablaufplan ist auf www.landesmusikakademie-nrw.de zu finden; dort werden auch einen Tag vorher die Zugangslinks veröffentlicht.

27.04.2021

DOV startet Stipendienprogramm #MusikerZukunft

Die Deutsche Orchester-Stiftung startete am 20. April 2021 Auszahlungen ihres Stipendienprogramms für freischaffende Musiker*innen. Das Programm #MusikerZukunft ist der zweite Teil der Spendenkampagne #MusikerNothilfe, die am 16. März 2020 – parallel zum ersten Corona Lockdown – begann. In 13 Monaten kamen über 5,1 Millionen Euro Spenden zusammen. Rund 2 Mio. Euro davon wurden bis Februar 2021 als Nothilfen für über 3500 notbedürftige Freischaffende aller musikalischen Stilrichtungen ausgezahlt. Auf das jetzt anlaufende Stipendienprogramm hatten sich erneut über 2500 freischaffende Musikerinnen und Musiker beworben. Mit den derzeit vorhandenen Mitteln können 1400 Stipendien finanziert werden. Die Arbeitsstipendien werden in Höhe von 2000 Euro für neue künstlerische Projekte gewährt und sollen neue Perspektiven ermöglichen. Die Anträge werden in chronologischer Reihenfolge geprüft und berücksichtigt. 1100 Anträge, die derzeit nicht berücksichtigt werden können, befinden sich auf einer Warteliste, die je nach Höhe der noch eingehenden Spendenmittel abgearbeitet werden wird. Um alle Antragsteller unterstützen zu können, würden bis zu 2 Mio. Euro weitere Spenden benötigt.

27.04.2021

pop rlp & Livekomm gründen Veranstalter-Netzwerk in Rheinland-Pfalz

Der Bundesverband der Live-Musikspielstätten und Festivals Livekomm e.V. und pop rlp, das Kompetenzzentrum für Popularmusik Rheinland-Pfalz laden für Donnerstag, 29.04., 19:00 h, unter dem Projekttitel „pop rlp live“ Veranstalter in Rheinland-Pfalz zu einer digitalen Zusammenkunft ein. Inhalt und Zweck dieses Netzwerkes soll der intensive Austausch untereinander und eine gemeinsame starke Interessenvertretung gegenüber der Bundes- Landes und Kommunalpolitik sein. Dabei wollen die Macher sowohl kleine ehrenamtliche Strukturen als auch hochprofessionelle Akteure miteinander vernetzen. Vorbild sollen dabei bereits bestehende Netzwerke wie zum Beispiel in Bayern (betrieben vom Verband für Popmularmusik Bayern e.V.) oder in Niedersachsen das Klubnetz Niedersachsen e.V. sein. Zugang zum Netzwerktreffen: https://poprlp.de/live-kickoff

27.04.2021

Popakademie wirft Rettungsring für Studierende aus

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie haben Studierende aus dem musikalischen und kreativwirtschaftlichen Bereich besonders getroffen. Neben der Möglichkeit der künstlerischen Gestaltung fehlen zudem Einnahmen aus Nebenverdiensten. Darum initiiert die Popakademie Baden-Württemberg gemeinsam mit dem Förderverein friends of pop e.V., Mannheim, einen Rettungsring für Studierende. Spenden zur Unterstützung nimmt der Förderverein friends of pop e.V. gerne entgegen. Eine Spendenbescheinigung schickt der Verein ab einem Betrag von mehr als 300 Euro zu, wenn im Verwendungszweck Name und Anschrift genannt sind. Bis 300 Euro genügt für die steuerliche Absetzbarkeit der Bankkontoauszug.

Empfänger: friends of pop e.V.
Name der Bank: LBBW Landesbank Baden-Württemberg
IBAN: DE73 6005 0101 7403 0024 64
BIC: SOLADEST600

27.04.2021

Masterclass: Morgenland Campus 2021 (jetzt bewerben)

Der Morgenland Campus findet vom 26.-31. Juli 2021 an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg statt. 2016 startete das Morgenland Festival Osnabrück gemeinsam mit dem Institut für Musik (IfM) der Hochschule Osnabrück erstmals die einwöchige Meisterklasse. Sie bietet Studierenden aus aller Welt die Möglichkeit, mit herausragenden Musikerpersönlichkeiten wie Dima Orsho – Gesang (Syrien/ USA s. Foto), welche dem Festival verbunden sind, eine Woche zusammenarbeiten und Spezifika arabischer und „orientalischer“ Musik kennenzulernen. Bis zu 30 aktive und 30 passive Teilnehmer*innen aus ganz Europa können an dem kostenlosen Campus teilnehmen. Über digitale Medien können Gasthörer*innen aus der ganzen Welt an ausgesuchten Veranstaltungen teilnehmen. Acht Dozent*innen betreuen die Student*innen in verschiedenen Ensembles, Lectures ergänzen die Ensemblearbeit. Der Campus wird von abendlichen Jam Sessions an verschiedenen Orten begleitet. Zum Abschluss werden die Ergebnisse der Öffentlichkeit in einem Konzert vorgestellt. Für weitere Infos oder Nachfragen kontaktiert bitte Theresa Mattusch per Mail.

26.04.2021

#artistathome: Anka Hirsch mit Hörbuch & Bridges Konzert

Anka Hirsch präsentiert auf ihrem Facebook-Account Neues über ihre Projekte: einen Vorgeschmack auf ein im Mai erscheinendes Hörbuch ihres musikalischen Erzähltheaters: „Oy Oy Emine – ein Huhn, eine Reise, ein Regenschirm“ für Menschen ab 5 Jahren. Mit Hilfe eines Stipendiums der Hessischen Kulturstiftung konnte sie mit ihrem Acht Ohren Trio seit Anfang des Jahres daran arbeiten. Die CD wird es inklusive Begleitheft mit Liedtexten, Noten, Links zu Playbacks und vielen Infos geben.
Am 24.04. gab es dann endlich wieder ein Livekonzert: das 5. Konzert des Bridges-Musik Verbindet-Orchesters sendete „Musik als Migrantin“ aus dem HR Sendesaal. Das Konzert musste im letzten Jahr leider abgesagt werden; zum Glück konnten die Musiker*innen diesmal mit Abstand, Masken und Tests mehrere Tage proben und ein Konzert vor leeren Plätzen im HR Sendesaal spielen. Es erklingen Werke aus Nahost, Lateinamerika, Süd-und Osteuropa. Näheres dazu und zu den Mitwirkenden im Film.

26.04.2021

BMCO veröffentlicht Überblickspublikation „Grundlagen für das Musizieren unter Pandemiebedingungen“

Für eine größtmögliche Sicherheit müssen Schutz- und Hygienekonzepte sowie Verordnungen die aktuellen wissenschaftlichen Forschungsergebnisse berücksichtigen. Erstmals steht jetzt der Forschungsstand führender Forschungsinstitute in einer Überblickspublikation für Verantwortliche und Entscheider*innen bereit. Die Publikation „Grundlagen für das Musizieren unter Pandemiebedingungen“ wurde in mehrmonatiger Arbeit vom Cluster „Wissenschaftliche Grundlagen“ des Kompetenznetzwerks NEUSTART AMATEURMUSIK im Bundesmusikverband Chor & Orchester e. V. erstellt (gefördert von der Staatsministerin für Kultur und Medien im Rahmen des Rettungs- und Zukunftsprogramms NEUSTART KULTUR). Damit steht Verbänden, Institutionen und Politik ab sofort eine – regelmäßig aktualisierte – Zusammenstellung der wesentlichen wissenschaftlichen Erkenntnisse zu pandemiebezogenen Schutzmaßnahmen zur Verfügung. Die SARS-CoV-2-Pandemie hat Chöre und Orchester in einem bisher nie dagewesenen Ausmaß getroffen. 14,3 Millionen Menschen in Deutschland musizieren in ihrer Freizeit, seit Beginn der Pandemie musste ein Großteil dieser Ensembles ihre Aktivitäten einstellen oder digital fortführen. Durch die Zusammenfassung der wissenschaftlichen Grundlagen kann die Auswahl und Zusammenstellung wirksamer Schutzmaßnahmen künftig verlässlicher und schneller getroffen werden. Zudem werden Verantwortliche entlastet, indem nicht mehr jede*r individuell dem wissenschaftlichen Forschungsstand folgen muss. Der Bundesmusikverband Chor & Orchester e. V. stellt diese Grundlagenpublikation als Service für alle Interessierten – in regelmäßig aktualisierten Fassung – online bereit.

22.04.2021

Kulturverbände fordern Zulassung von Open-Air-Veranstaltungen

Der Bundesrat hat heute dem Bundesinfektionsschutzgesetz stattgegeben, sodass es in Kürze in Kraft treten kann. Der Deutsche Kulturrat, die Deutsche Orchestervereinigung und viele weitere Musikverbände bemängeln, dass bei einer Inzidenz von mehr als 100 grundsätzlich keine Open-Air-Kulturveranstaltungen, selbst unter strengsten Hygienevorgaben, durchgeführt werden dürften. „Die Menschen in unserem Land fiebern auf die Open-Air-Saison hin, um endlich wieder, natürlich in geringem Umfang und unter strengen Sicherheitsvorkehrungen, Kultur live zu erleben. Wir appellieren an die Abgeordneten des Deutschen Bundestags, die Türe zur Kultur nicht vollständig zu zuwerfen. Gerade weil wir gemeinsam das Virus bekämpfen wollen, braucht es ein Mindestmaß an Kulturangeboten. Ohne Kultur verliert man die Hoffnung,“ so der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann. Auch der Kulturrat NRW fordert, beim Verbot von Open Air-Veranstaltungen zu differenzieren und Aufführungen ohne Publikum mit genehmigtem Abstands- und Hygienekonzept (Streaming), Aufführungen unter freiem Himmel mit genehmigtem Abstands- und Hygienekonzept und Aufführungen als Modellprojekte zum Testen von Öffnungsstrategien ausdrücklich davon auszunehmen. Streaming und Open-Air-Veranstaltungen erforderten nur ein Minimum physischer Kontakte, hielten aber Teile des Kulturlebens in einer Zeit aufrecht, in dem die fortgesetzte Isolation vieler Bürger*innen immer gravierendere Auswirkungen in der psychischen und sozialen Situation unserer Gesellschaft zeitige. Auch drohe der Gesellschaft eine Kulturferne durch das Heranwachsen von Kindern und Jugendlichen ohne kulturelle Bildung. In dem neu entworfenen § 28b sollten bezüglich der Bildungseinrichtungen auch die außerschulischen Einrichtungen der kulturellen Kinder- und Jugendbildung mit Schulen und Hochschulen behandelt werden.

22.04.2021