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CD Reviews

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Theresa Dold
"Strandgut - Zwischen Ebbe und Flut"

"Strandgut - Zwischen Ebbe und Flut" ist das dritte Studioalbum der Singer-/Songwriterin Theresa Dold. Seit 2005 lebt die Schwarzwälderin in Hamburg, hat dort Popmusik studiert, ihre erste eigene Band gegründet und zwei Alben veröffentlicht. Danach machte sie sich mit ihrer Gitalele (eine kleine Gitarre etwa in der Größe einer Ukulele) zu Fuß auf den Weg quer durch die Republik und über die Alpen. Über diese Reisen, über ihr Ankommen im Norden und das Heimweh und die Heimkehr in den Süden dreht sich viel auf ihrem neuen Album. Der titelgebende Opener zeichnet eindrücklich ihre Ankunft in Hamburg und das schwierige Einleben nach: "Es löste sich die Schnur, da ging euer heimatloses Kind, was konnt' ich ihr schon geben, dieser satten lauten Stadt, die mehr Träume und Gestrandete als Sand am Elbstrand hat". Es ist eine schöne, eher leise, folkige Musik, die sie uns auf ihrer Platte schenkt. Ihre Songs sind sparsam um ihren leidenschaftlichen Gesang und ihr filigranes Gitarrenspiel herum instrumentiert, von Uli Kringler wird sie mit weiteren Gitarren, Bass, Percussion und Mandoline begleitet. Neben ihren deutschen Songs hat Dold auf ihrer Platte Englischsprachiges versammelt sowie zwei Lieder im Schwarzwälder Dialekt ("Sehnsucht Süde", "Wind Vu Hamburg"), die für mich die interessantesten auf der Platte sind - eine Schwarzwälderin, die von Hamburg singt, wo gibt's denn sowas nochmal? Bitte unbedingt mehr davon! Bei "Wind Vu Hamburg" bin ich hin und weg.

CD, 2016, 13 Tracks, Label: Eigenvertrieb: www.theresadold.de

Mane Stelzer

10.08.2017